Dušan Petrović

Ein weißer Hintergrund mit dunklem Text in zwei Zeilen. (Mistral: Pixtral Large 2411, 2026-05-11)

Eine lächelnde Person mit Brille und Bart trägt ein helles Hemd vor einem dunklen Hintergrund. (Mistral: Pixtral Large 2411, 2026-05-11)

In welchem Bereich waren Sie am FZJ tätig?

Beim ICS-6: Strukturelle Biochemie.

Was konnten Sie aus Ihrer Zeit am FZJ für Learnings mitnehmen?

Durch eine industrielle Zusammenarbeit während meiner Promotion erhielt ich schon früh einen Einblick darin, wie die Wissenschaft außerhalb der akademischen Welt funktioniert: das Tempo, die Prioritäten, die Fragen, die wirklich zählen. Das bestätigte mir, dass die Industrie genau der Ort war, an dem ich sein wollte. Die Arbeit in einer Gruppe für computergestützte Forschung vermittelte mir zudem eine konsequente Herangehensweise bei der Methodenauswahl und die Fähigkeit, komplexe Ergebnisse fachübergreifend zu vermitteln, Fähigkeiten, die mir seitdem erhalten geblieben sind.

Wo arbeiten Sie heute und womit beschäftigen Sie sich aktuell?

Ich arbeite derzeit als Computational Drug Designer bei Novartis in Basel, in der Schweiz, wo meine Tätigkeit an der Schnittstelle zwischen Strukturbiologie, Chemieinformatik und KI-gestützter Wirkstoffforschung angesiedelt ist.

Gab es etwas, das Sie auf Ihren nächsten Karriereschritt gut vorbereitet hat?

Meine Arbeit war computergestützt, stand aber in ständigem Austausch mit experimentellen Untersuchungen. Das bedeutete, dass ich schon früh gelernt habe, interdisziplinär zusammenzuarbeiten. In Verbindung mit der Selbstständigkeit, die ein Doktoratsstudium erfordert, hat sich dies ganz natürlich auf die Anforderungen der industriellen Forschung übertragen.

Was ist das Spannendste an Ihrem Job?

Die Momente, in denen die Datenanalyse etwas wirklich Unerwartetes aufdeckt und man weiß, dass dies irgendwann einmal für einen Patienten von Bedeutung sein könnte.

Wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen würden: Was wäre Ihr nächstes Projekt?

Eine einheitliche Rechenplattform, die molekulare Mechanismen mit klinischen Ergebnissen für alle wichtigen Indikationen verknüpft, sodass die Suche nach dem richtigen Wirkstoff nicht mehr vom Zufall, sondern von fundierten Erkenntnissen abhängt.

Mit wem würden Sie gerne mal zu Abend essen und worüber würden Sie dann sprechen?

Rosalind Franklin. Sie ist eine Frau, die einen der bedeutendsten Beiträge in der Geschichte der Wissenschaft geleistet hat, ohne dessen Anerkennung noch zu erleben. Ich würde gerne von ihr erfahren, wie es war, diese Arbeit zu verrichten, welche biolgische Bedeutung das Molekül ihrer Meinung nach hatte und ihr dann erzählen, wie sich das Fachgebiet, zu dessen Entstehung sie beigetragen hat, entwickelt hat.

Letzte Änderung: 21.05.2026