Wenn Systemanalyse internationale Zusammenarbeit trifft

Kurt Steinhausen

Auf dem gemeinsamen FZJ-NST-Workshop 2026 im Forschungszentrum Jülich befassten sich zahlreiche Beiträge mit technologischen Fortschritten, von der Elektrolyse bis hin zur KI-gestützten Materialforschung.

In diesem Zusammenhang brachte Dr. Imke Rhoden (Institut für Klima- und Energiesysteme ICE, Jülich Systems Analysis ICE-2) eine ergänzende Perspektive ein, indem sie die Diskussion aus regionalwirtschaftlicher Sicht beleuchtete.

Ihr Vortrag über die regionale Energiewende und deren wirtschaftliche Auswirkungen in Deutschland machte deutlich, dass es bei der Transformation der Energiesysteme nicht nur um Technologien geht, sondern auch um die Neugestaltung regionaler Wirtschaftssysteme und Gesellschaften, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der rheinischen Braunkohle.

Diese Perspektive ergänzt die vorwiegend technisch orientierten Ansätze um eine wichtige Ebene: das Verständnis dafür, wie Infrastruktur, Arbeitsmärkte, Politik und Innovation bei realen Transformationen zusammenwirken. Ein denkwürdiger Moment ereignete sich zu Beginn ihres Vortrags. Da sie gerade von einem Forschungsaufenthalt in Südkorea zurückgekehrt war, eröffnete Imke ihren Vortrag mit einer Begrüßung auf Koreanisch, wodurch sofort eine Verbundenheit im Raum entstand.

Die Themen finden auch über Deutschland hinaus Resonanz. Fragen rund um den regionalen Wandel und den industriellen Wandel sind in Südkorea ebenso relevant, was diesen Austausch für die Zusammenarbeit mit Partnern wie dem National Research Council of Science and Technology (NST) besonders wertvoll macht.

Fazit: Internationale Zusammenarbeit profitiert ebenso sehr von der Verknüpfung unterschiedlicher Perspektiven wie vom technologischen Fortschritt.

Letzte Änderung: 30.04.2026