Predatory Journals

Schwarze Schafe unter wissenschaftlichen Zeitschriften und Konferenzen

Der Publikationsfonds des Forschungszentrums übernimmt keine Gebühren für Artikel in Predatory Journals.

Checkliste "Predatory Journals"

Die folgenden Tipps geben in Summe einen Hinweis darauf, ob eine Zeitschrift ein Predatory Journal ist. Jeder einzelne Punkt an sich ist jedoch nicht als Ausschlusskriterium zu verstehen; entscheidend ist der Gesamteindruck.

  1. Sie werden per E-Mail zur Einreichung von Beiträgen aufgefordert.
  2. Die Einladungs-E-Mail geht an eine Reihe von Adressen, bei denen der Bezug zum Thema zum Teil nicht erkennbar ist.
  3. Die Einladungs-E-Mail ist unseriös formatiert (farbiger Text, Fettdruck, ...)
  4. In der E-Mail wird eine sehr knappe Deadline für die Einreichung genannt.
  5. Die Kontakt-E-Mail-Adresse ist weder professionell noch steht sie im Zusammenhang mit der Zeitschrift (z. B. @gmail.com oder @yahoo.com).
  6. Der Scope der Zeitschrift umfasst themenfremde Inhalte, die über das Fachgebiet hinausgehen.
  7. Die Webseite enthält Tipp- oder Grammatikfehler.
  8. Abbildungen sind verzerrt/unscharf, stellen absichtlich etwas Falsches dar oder sind nicht autorisiert.
  9. Die Sprache der Homepage spricht gezielt Autoren an.
  10. Der Index Copernicus Value (oder andere fragliche Indizes) wird auf der Webseite beworben.
  11. Der Prozess, den ein eingereichtes Manuskript durchläuft, wird nicht beschrieben.
  12. Manuskripte müssen per E-Mail eingereicht werden.
  13. Es wird eine schnelle Veröffentlichung versprochen.
  14. Es gibt keine Regelung für das Zurückziehen von Beiträgen.
  15. Es gibt keine Informationen darüber, ob und wie die Inhalte der Zeitschrift digital langfristig gespeichert werden.
  16. Es gibt keine persistenten Identifikatoren wie DOI/ISSN/handle.
  17. Die Publikationsgebühren sind sehr gering (z. B. < 150 US$).
  18. Angebliche Open-Access-Zeitschriften erwarten entweder das Nutzungsrecht von veröffentlichten Beiträgen oder erwähnen das Urheberrecht gar nicht.

Blacklist "Predatory Publishers"

Gemäß der Open-Access-Richtlinie des Forschungszentrums Jülich bezahlt die Zentralbibliothek aus dem Publikationsfonds die Publikationsgebühren (APCs) in Gold-Open-Access-Zeitschriften. Dies muss aber beschränkt sein auf seriöse Zeitschriften. Diesbezüglich stellt das Directory of Open Access Journals (DOAJ) ein Gütesiegel dar – für alle dort gelisteten Zeitschriften werden die Publikationskosten übernommen. Gleichzeitig baut die ZB eine Blacklist auf. Hinweise auf (mögliche) Predatory Publishers nehmen wir gerne unter zb-copyright@fz-juelich.de entgegen.
Directory of Open Access Journals (DOAJ)
Blacklist der ZB

Linkliste "Predatory Publishers"

Letzte Änderung: 24.05.2022