Machen wir das Richtige?
Perspektiven – Prof. Martin Keller
Juni 2026
Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Prof. Martin Keller
Perspektivwechsel beginnen mit einer einfachen Frage: machen wir das Richtige, um noch besser zu werden?
Nach rund 30 Jahren in den USA und seit Kurzem wieder zurück sehe ich: Wir brauchen uns in Deutschland nicht zu verstecken. Die Wissenschaft hier ist außergewöhnlich leistungsfähig und strategisch gut aufgestellt. Jetzt kommt es darauf an, sie noch konsequenter in Impact zu übersetzen, indem wir sie anwendungsorientierter und anschlussfähiger gestalten – an gesellschaftliche Bedarfe, an Märkte und reale Probleme.
Genau diesen Anspruch verfolgt auch die Hightech Agenda Deutschland. Sechs Schlüsseltechnologien stehen im Mittelpunkt, darunter Biotechnologie, Künstliche Intelligenz und klimaneutrale Energie. Hier handelt es sich nicht etwa um abstrakte Zukunftsfelder oder Strategien, sondern um konkrete Hebel, die die Gesundheit, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes stärken.
"Helmholtz will dabei ein Katalysator sein: Eine Organisation, in der Disziplinen zusammenkommen, Forschungsdaten geteilt werden und Allianzen entstehen."
— Prof. Martin Keller
Helmholtz will dabei ein Katalysator sein: Eine Organisation, in der Disziplinen zusammenkommen, Forschungsdaten geteilt werden und Allianzen entstehen. Denn Forschung kann den Unterschied machen, wenn wir sie stärker an den Bedarfen der Industrie orientieren und sie für Public-Private-Partnerships öffnen.
In den Life Sciences wird besonders deutlich, wie eng wissenschaftliche Erkenntnis und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verwoben sind – etwa durch die Forschung an neuen Therapien für bislang unheilbare Krankheiten. Am Forschungszentrum Jülich treiben wir genau solche Entwicklungen voran und eröffnen neue Wege im Kampf gegen Krebs, neuropathische Schmerzen und viele weitere Erkrankungen.
Innovation in der Helmholtz-Gemeinschaft
Bildnachweis: Phil Dera
Perspektiven: Die neue Ausgabe
Manche Diagnosen verändern den Blick auf das eigene Leben. Was folgt, ist sind viele offene Fragen.
In dieser Ausgabe erzählen wir von Menschen, die mit ihrer Forschung neue Ansätze gegen Krebs, chronische Schmerzen und andere Erkrankungen entwickeln. Ihre Ergebnisse liefern neue Antworten, die den Blick auf viele Diagnosen grundlegend verändern könnten.







