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Das SDG 6 zielt darauf ab, die Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und sanitären Einrichtungen für alle zu gewährleisten. Dies umfasst nicht nur das Recht auf Zugang zu Trinkwasser, sondern auch die Pflicht zur Verbesserung der Wasser- und Abwasserbewirtschaftung durch z. B. Minimierung der Einleitungen gefährlicher Chemikalien und Materialien oder erhebliche Steigerung des Recyclings und der sicheren Wiederverwendung von Wasser.

Überblick, Ziele und Indikatoren von SDG 6

Das Forschungszentrum Jülich trägt zur Verwirklichung des SDG 6 bei, indem es mithilfe von Modellen Wasser- und Nährstoffflüsse in Landschaften analysiert und darauf basierend Maßnahmen zum Schutz der Gewässer entwickelt.

Modellierung für saubere Gewässer

Grund- und Oberflächengewässer zu schützen ist eine der wichtigsten Aufgaben des nachhaltigen Wassermanagements. Sauberes Wasser ist die Basis für gesunde Ökosysteme, eine gesunde Landwirtschaft und unsere Gesellschaft.

Damit wir besser verstehen, wie Gewässer belastet werden, entwickeln Forschende am Forschungszentrum Jülich eine Modellkette aus mGROWA, DENUZ, WEKU und MEPhos. Mit diesen Modellen lassen sich Wasserflüsse und Nährstoffeinträge in Flusseinzugsgebieten präzise untersuchen und deren Auswirkungen auf Grund- und Oberflächengewässer abschätzen.

Das Modell mGROWA zeigt wichtige Prozesse wie Niederschlag, Verdunstung, Abfluss und die Neubildung von Grundwasser. DENUZ und WEKU bauen darauf auf und simulieren, wie Stickstoffverbindungen durch Böden und Grundwasser wandern und dabei teilweise abgebaut werden. MEPhos untersucht außerdem, wie Phosphor in die Gewässer gelangt.

Mit der Modellkette lassen sich verschiedene Wege, auf denen Stoffe in die Gewässer gelangen, genau untersuchen. Dazu zählen zum Beispiel Landwirtschaft, Drainagen, Ablagerungen aus der Luft oder Abwassereinleitungen. So lassen sich die Ursachen der Belastung der Gewässer erkennen.

Die Ergebnisse helfen Behörden und politischen Entscheidungsträgern, Maßnahmen zum Schutz der Gewässer zu entwickeln und zu bewerten. Sie werden zum Beispiel in Pläne für das Management von Flussgebieten gemäß der europäischen Wasserrahmenrichtlinie aufgenommen.

Die Modelle ermöglichen es, Wasserhaushalt und Nährstoffeinträge in Einzugsgebieten detailliert zu analysieren und deren Auswirkungen auf Gewässer zu bewerten. Erst wenn wir verstehen, wie Wasser und Nährstoffe durch Landschaften transportiert werden, können wir gezielt Maßnahmen entwickeln, um Gewässer langfristig zu schützen.

Dr. Björn Tetzlaff, Forschender im Institut Institut für Bio- und Geowissenschaften - Agrosphäre (IBG-3)

Projektinformationen

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Modelle für den Gewässerschutz

Mit der Modellkette mGROWA, DENUZ, WEKU und MEPhos analysieren Forschende am Forschungszentrum Jülich Wasserflüsse und Nährstoffeinträge in Landschaften. Die Ergebnisse helfen, die Belastungen an Gewässern zu verstehen und wirksame Maßnahmen zum Schutz von Grund- und Oberflächenwasser zu entwickeln.

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Letzte Änderung: 30.07.2026