Originell, innovativ und international anerkannt

16. August 2023

Drei herausragende junge Forschende konnte Vorstandsvorsitzende Prof. Astrid Lambrecht in diesem Jahr mit dem Exzellenzpreis des Forschungszentrums Jülich auszeichnen. Dr. Iulia Cojocariu, Dr. Alexander van Meegen und Dr. Moritz L. Weber nahmen den mit jeweils 5.000 Euro dotierten Preis im Rahmen der diesjährigen JuDocs-Feier entgegen.

„Mit Dr. Iulia Cojocariu, Dr. Alexander van Meegen und Dr. Moritz L. Weber ehren wir mit dem diesjährigen Jülicher Exzellenzpreis drei junge Wissenschaftler:innen auf den Gebieten der Material- und Energieforschung sowie den Neurowissenschaften. Ihre Arbeiten überzeugten die Jury durch ihre Originalität, ihren innovativen Charakter sowie die internationale Anerkennung in der Wissenschaftsgemeinschaft“, erklärte Prof. Astrid Lambrecht. Die neue Vorstandsvorsitzende betonte: „Das kontinuierliche Bemühen des Forschungszentrums, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, junge Talente für Jülich zu gewinnen und ihre Forschungs- und Arbeitsbedingungen weiter zu verbessern, wird einer der Eckpfeiler meiner Agenda als Vorstandsvorsitzende und eine gemeinsame Priorität des Vorstands sein. Deshalb ist es mir eine besondere Freude, als eine meiner ersten Amtshandlungen den Exzellenzpreis an drei junge Kolleg:innen vergeben zu dürfen, die schon heute deutlich zeigen, dass am Forschungszentrum Jülich exzellente Forschung zu wichtigen Zukunftsthemen betrieben wird.“

Das Forschungszentrum vergibt den Exzellenzpreis seit 2009 an junge, international erfolgreiche Wissenschaftler:innen für eine herausragende, in wesentlichen Teilen in Jülich erstellte Dissertation und die entsprechenden Leistungen in der frühen Post-Doktorandenphase. Diese muss durch eine hochrangige Jury aus vier internen und vier externen Professor:innen sowie schriftliche externe Gutachten bestätigt werden. Mit den drei in diesem Jahr Ausgezeichneten steigt die Gesamtzahl der Preisträger:innen auf 41.

Originell, innovativ und international anerkannt
Exzellente Köpfe: (v. l. ) Alexander van Meegen, Iulia Cojocariu und Moritz L. Weber.
Forschungszentrum Jülich / Ralf-Uwe Limbach

Die Preisträger:innen 2023

Dr. Iulia Cojocariu
Dr. Iulia Cojocariu - Italienerin mit rumänischen Wurzeln - studierte Chemie in ihrer Heimatstadt Rom. Für ihre Doktorarbeit am Jülicher Institut für Elektronische Eigenschaften erforschte sie an der NanoESCA-Beamline in Triest zweidimensionale Materialien - metallorganische Schichten auf Münzmetall-Unterlagen. Die junge Wissenschaftlerin funktionalisierte diese Grenzflächen selektiv und veränderte so die elektrischen und magnetischen Eigenschaften. Diese „intelligenten“ Materialien könnten in Zukunft als elektrische Bauteile oder Sensoren dienen.

Mit der Verleihung des Exzellenzpreises würdigte die Jury insbesondere die Originalität von Iulia Cojocarius Arbeit sowie die hohe Qualität und den umfangreichen wissenschaftlichen Output ihrer Forschung. Hierfür erhielt sie in diesem Jahr auch den Helmholtz-Doktorandenpreis. Inzwischen setzt die junge Wissenschaftlerin die Untersuchungen zum Thema als Post-Doc am italienischen Teilchenbeschleuniger in Triest fort.

Dr. Alexander van Meegen
Hinter der Forschung von Dr. Alexander van Meegen steht die Frage, wie das Gehirn Informationen verarbeitet. Der 32-jährige Physiker promovierte am Jülicher Institut für Computational and Systems Neuroscience. In seiner Dissertation beschäftigte sich der Forscher mit Informationsverarbeitung im Bereich der computergestützten Neurowissenschaften: Er nutzte Methoden aus der statistischen Physik, um das riesige, dynamische Netzwerk im Kopf zu untersuchen und damit besser zu verstehen, wie die Milliarden von Hirnzellen zusammenarbeiten.

Die Jury beeindruckte der originelle und kreative Ansatz der Arbeit des jungen Wissenschaftlers. Die herausragende Promotion verhalf ihm zu einem prestigeträchtigen Swartz-Stipendium am Center for Brain Science der Harvard University in Boston, USA. Dort untersucht Alexander van Meegen nun mit ähnlichen Methoden, wie etwa die künstlichen neuronalen Netzwerke von Künstlichen Intelligenzen arbeiten.

Dr. Moritz L. Weber
Die Energieversorgung soll „grün“ werden – Wasserstoff als Energieträger ist da ein wichtiger Baustein. Notwendig sind dafür Elektrolyseure, die Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. Hier kommt die jetzt preisgekrönte Forschung von Dr. Moritz L. Weber ins Spiel: Der Wissenschaftler entwickelte in seiner Promotion am Institut für Elektronische Materialien und am Institut für Werkstoffsynthese und Herstellungsverfahren Materialien mit ausgeklügelten Oberflächenstrukturen für kostengünstige und hochleistungsfähige Katalysatoren.

Es war vor allem die Bandbreite der wissenschaftlichen Ergebnisse Webers, die die Jury als preiswürdig befand. Der 31-jährige Forscher, studierter Chemiker, kam in diesem Sommer von seinem einjährigen Postdoc-Stipendium am Lawrence Berkeley National Laboratory in den USA zurück. Jetzt sucht der junge Wissenschaftler im Ausland nach neuen Herausforderungen.

Bildergalerie der JuDocs-Ceremony 2023 auf der Website des Forschungszentrums

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    Letzte Änderung: 16.08.2023