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Nachwuchsförderung entlang der gesamten Bildungskette

Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie gut ausgebildete Fachkräfte sind die Entdecker, Ideengeber und Innovationstreiber der Gesellschaft von morgen.
Weltweite Kontakte, vernetztes Arbeiten, autonome Forschung, eine hervorragende Infrastruktur und eine gute Betreuung durch erfahrene Wissenschaftler schaffen die kreative Atmosphäre, die das Forschungszentrum attraktiv für exzellenten Nachwuchs macht.

Um junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern, setzt Jülich bereits früh an. Unter dem Dach "juelich_horizons" bietet das Forschungszentrum entlang der gesamten Bildungskette vielfältige Angebote und Perspektiven. Ihr Ziel ist es, in allen Bildungs-, Ausbildungs- und Karrierestufen Exzellenz zu fördern und zu ermöglichen sowie im internationalen Wettbewerb die besten Köpfe von morgen zu gewinnen und zu halten. Das Nachwuchsdach umfasst vier Bereiche.

Kinder und Jugendliche früh für Wissenschaft begeistern

Jährlich kommen an die 4.500 Kinder und Jugendliche in das Forschungszentrum: Im Rahmen von Schulklassenbesuchen erleben sie die Faszination der wissenschaftlichen Arbeit in den Instituten oder nutzen die Angebote des Jülicher Schülerlabors JuLab. Dabei steht das eigene Experimentieren im Mittelpunkt.

Kinder am JuLabCopyright: Forschungszentrum Jülich

Jährlich erhalten rund 320 Schülerinnen und Schüler darüber hinaus im Rahmen eines Praktikums an Instituten und Geschäftsbereichen erste Einblicke in die Berufswelt auf dem Campus. Mit den "Girls Days", mit besonderen Kooperationen, wie mit dem Mädchengymnasium Jülich, sowie mit dem "Mädchen und Technik-Tag sollen Mädchen und jungen Frauen für die sogenannten MINT-Fächer – also für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – begeistert werden.

Das JuLab ist zudem Gastgeber des jährlichen "Jugend forscht"­-Regionalausscheids und engagiert sich mit Ferienschulen für Kinder und Jugendliche. Auch Klein- und Vorschulkinder werden bereits frühzeitig gefördert. So orientiert sich die betriebseigene Kindertagesstätte „Kleine Füchse“ am pädagogisch-didaktischen Konzept des "Haus der Kleinen Forscher" und ist eng mit dem JuLab verzahnt.

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Schülerlabor JuLab

Büro für Chancengleichheit

Kita Kleine Füchse

Kleine Forscher

Berufliche Orientierung bieten

Die Phase der beruflichen Orientierung ist ein weiterer wichtiger Abschnitt in der Bildungsbiographie junger Menschen. Unter dem Motto "Talente erkennen, Weichenstellungen begleiten" bietet das Forschungszentrum vielfältige Berufsorientierungsangebote. Dabei legt das Forschungszentrum Jülich Wert darauf, Chancengleichheit von Jungen und Mädchen zu fördern. Angesprochen werden Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 10 sowie 10 bis 12 bzw. 13, die sich für naturwissenschaftlich-technische Fächer interessieren. Sie bekommen die Möglichkeit, sich gezielt mit ausgewählten wissenschaftlichen Themen sowie Inhalten verschiedener Berufsfelder auseinanderzusetzen. Diese Angebote gestalten das JuLab und die Zentrale Berufsausbildung gemeinsam mit Instituten und Geschäftsbereichen.

Teil dieser Angebote ist das neue Jülicher Konzept für Berufsfindungspraktika "JuBoP". Damit werden neue, flexible Orientierungsangebote eröffnet. Die Praktikumsdauer reicht von einigen Tagen bis hin zu mehreren Wochen und kann schulbegleitend oder am Stück gestaltet werden. Je nach Wunsch sind Einblicke in ein ganzes Berufsfeld oder einen konkreten Ausbildungsberuf möglich, um individuelle Neigungen und Karriereperspektiven zu prüfen. Allen Praktikumsformen ist gemeinsam, dass sie ein persönliches Beratungsgespräch zum Ende des Praktikums und ein Bewerbungstraining beinhalten.

Mehr Informationen:

Zentrale Berufsausbildung

Schülerlabor JuLab

Berufsausbildung und Duales Studium mit Perspektive

In der beruflichen Erstausbildung ist das Forschungszentrum ein überaus erfolgreicher und gut vernetzter Partner in der Region. Seit seiner Gründung haben hier weit über 5.600 junge Menschen ihre Ausbildung absolvieren und einen guten Grundstein für ihre berufliche Zukunft legen können. Gleichzeitig sichert Jülich so seinen Bedarf an motivierten und hochspezialisierten Fachkräften.

Azubis verschiedener Berufe am ForschungszentrumCopyright: Forschungszentrum Jülich

Aktuell gibt es rd. 310 Auszubildende in über 20 verschiedenen Berufen, der Großteil davon im naturwissenschaftlichen bzw. gewerblich-technischen Bereich. Für die Qualität der Ausbildung spricht, dass viele Auszubildende mit weit überdurchschnittlichem Erfolg abschließen. Insbesondere die Vernetzung der Ausbildung im Euregio-Raum, etwa durch Austauschprogramme, gemeinsame Ausbildungsgänge beispielsweise mit der RWTH Aachen oder die Teilnahme an internationalen Ausbildungswettbewerben spielen eine wichtige Rolle.

Etwa ein Drittel der Jülicher Auszubildenden verfolgt ein duales Studium: Die praktische Ausbildung zur IHK-Fachkraft findet in der Regel am Forschungszentrum statt, der wissenschaftlich-theoretische Teil, der zum Bachelor-Abschluss führt, meist an einer Hochschule. Beide Elemente sind intensiv miteinander verzahnt. Derzeit werden im Forschungszentrum gemeinsam mit der Fachhochschule Aachen duale Studiengänge in den sechs Bereichen Wissenschaftliches Programmieren, Angewandte Chemie, Physikingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und Betriebswirtschaft angeboten.

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Berufsausbildungsseiten des Forschungszentrums

Facebook-Auftritt der Berufsausbildung

Forschungsprojekte hautnah erleben - Abschlussarbeiten und Aufenthalte

Studenten erhalten in Jülich schon früh die Möglichkeit, an interessanten Projekten mitzuarbeiten, um so zu gefragten Spezialisten und Fachkräften zu werden. Zahlreiche Institute betreuen Studentinnen und Studenten – etwa im Rahmen von Praktika oder auch längerfristig im praktischen Teil der Studienabschlussarbeiten.

Internationale Studierende erhalten über diverse Förderprogramme die Gelegenheit, einen Eindruck vom Leben und Arbeiten in einem forschungsintensiven Umfeld zu bekommen. Im Rahmen des DAAD-RISE-Programms beispielsweise erhalten Studierende aus Nordamerika oder Großbritannien einen bis zu drei Monate dauernden Aufenthalt in den Jülicher Instituten. Ferienschulen, wie die seit über 45 Jahren stattfindende IFF-Ferienschule, sind international nachgefragt, vertiefen Kooperationen zu Forschungseinrichtungen und ermöglichen individuelle Kontakte. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kehren für einen späteren Karriereabschnitt wieder nach Jülich zurück.

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Stellenausschreibungen und Abschlussarbeiten

Dissertation als Karrieresprungbrett

Über 1000 Doktorandinnen und Doktoranden aus rund 50 Ländern forschen in Jülich im Rahmen ihrer Doktorarbeit. Neben einer intensiven wissenschaftlichen Betreuung am jeweiligen Institut bietet das Forschungszentrum über die Doktorandenplattform JuDocs allen Promovierenden ein fachübergreifendes, englischsprachiges Weiterbildungsangebot. Kurse wie z.B. „Good Scientific Practice“ oder „Scientific Presentation“ müssen, weitere wie z.B. „Team Communication“ und „Career Planning“ können zusätzlich belegt werden.

Die Jülicher Institute arbeiten eng mit den Universitäten zusammen, an denen die Promotion verliehen wird. Um die Promovierenden bestmöglich zu unterstützen, begleitet zusätzlich ein Ausschuss bestehend aus erfahrenen Betreuerinnen und Betreuern verschiedener Fachrichtungen die Arbeit. Sollte es im Laufe der Promotion zu Konflikten kommen, steht allen Promovierenden und Betreuenden eine unabhängige, strikt vertrauliche Krisenberatung zur Seite.

Was kommt nach der Promotion? – Längst nicht alle Promovierenden bleiben in der Forschung. Ihnen stehen spannende Perspektiven in Industrie, Wirtschaft, Beratung oder Wissenschaftsmanagement offen. Das Career Center des Forschungszentrums informiert und berät Promovierende über mögliche Karrierewege.

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JuDocs

Career Center & Postdoc Office

Führungskräfte für die Wissenschaft, Industrie und Forschungsmanagement

Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Postdoc-Phase werden individuell, in enger Zusammenarbeit zwischen den Instituten und Hochschulen gefördert. Zentral koordinierte Fördermaßnahmen unterstützen exzellente Köpfe darin, Karrierewege aktiv zu planen.

Insgesamt gab es zum 31.12.2019 im Forschungszentrum über 300 Postdocs. Die Gruppe der Postdocs ist mit 31% Frauen und 47% Internationalen aus über 40 Ländern sehr vielfältig. Verschiedene Postdoc-Programme zielen mit Hilfe einer zwei- bis dreijährigen Individualförderung darauf ab, nach einer vielversprechenden Promotion wissenschaftliche Exzellenz weiter auszubauen. Besonders gefördert wird der internationale Austausch, der oftmals eine wichtige Ausgangsbasis für weitere Karriereschritte ist.

Postdocs müssen sich während dieser wissenschaftlich tätigen Phase entscheiden, welche Richtung sie in Zukunft weiter verfolgen möchten: die akademische Laufbahn oder ein Wechsel in die Wirtschaft, das Forschungsmanagement oder gar die Gründung eines eigene Unternehmens. Bei dieser Entscheidungsfindung unterstützt das Career Center durch vielfältige Veranstaltungsangebote und Beratung. Durch die Vernetzung mit Partnern auch aus Bereichen jenseits der Wissenschaft, werden gemeinsame Programme entwickelt, die weitere Karriereoptionen aufzeigen und die Mobilität in und aus anderen wissenschaftsrelevanten Arbeitsbereichen fördern.

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Jülicher Exzellenzpreis

Career Center

Gelungener Start in die wissenschaftliche Führungslaufbahn

International herausragende Postdocs erhalten in Jülich die Möglichkeit, eine eigene Nachwuchsgruppe aufzubauen. Am Anfang stehen hochkompetitive, mehrstufige Auswahlverfahren. Im Jahr 2019 bestehen im Forschungszentrum 21 Nachwuchsgruppen, von denen insgesamt 8 Leiterinnen und Leiter eine Juniorprofessur innehaben. Das Forschungszentrum unterstützt diese herausragenden Nachwuchsforscher mit Services und Angeboten von Info-Lunches über Trainings bis hin zur individuellen Laufbahnberatung.

Kooperationen mit universitären und außeruniversitären Partnern sind in Jülich gelebte Praxis. Hierfür steht in erster Linie JARA, die Aachen Jülich Research Alliance zwischen der RWTH Aachen und dem Forschungszentrum. Auch die stärkere Vernetzung mit weiteren umliegenden Universitäten sowie die Förderung internationaler Partnerschaften bei der gemeinsamen Ausbildung und Qualifikation möchte Jülich konsequent weiter verfolgen und ausbauen.

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Nachwuchsgruppen des Forschungszentrums